Hilft Kokosöl gegen den Hefepilz im Darm?

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Kokosöl gegen Hefepilz im DarmGegen den pathogenen Hefepilz im Darm kann Kokosöl bzw. Kokosfett auf natürliche Weise Linderung bringen. Im Kokosöl sind u.a. die mittelkettigen Fettsäuren Capryl- und Laurinsäure enthalten, welche als natürliches und effektives Hausmittel gegen Darmpilz und andere Pilzinfektionen helfen können.

Bei etwa 75 Prozent aller Menschen befindet sich ein Pilz im Darm, und zwar der sogenannte Candida albicans, ein Hefepilz. Dieser Pilz ist keine Krankheit, sondern ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Darmflora.

Vermehrt er sich jedoch zu stark, kommt es zur Infektion. Die Pilzinfektion lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Der Hauptgrund für übermäßigen Darmpilz ist meist ein geschwächtes Immunsystem und eine aus der Balance geratene Darmflora.

Sind Sie erst von der Infektion betroffen, sollten Sie diese nicht aussitzen, sondern dagegen steuern, sonst vermehrt sich der Pilz im Darm unkontrolliert weiter und breitet sich auch auf andere Regionen aus.

Hier möchte ich Ihnen ein besonders wertvolles Superfood vorstellen, dass Sie im Kampf gegen den pathogenen Candida-Pilz einsetzen können und zwar die Kokosnuss, die Frucht vom „Baum des Lebens“ und das daraus gewonnene Kokosöl.

Kokosöl gegen Darmpilz

Das Öl der Kokosnuss, bekannt als Kokosöl oder Kokosfett, enthält 90 % gesättigte Fettsäuren, an die 8 Kohlenstoffatome gebunden sind. Zu den besagten Säuren zählt auch die Laurinsäure, sowie die Caprylsäure als mittelkettiges Element. Im menschlichen Körper wird diese Säure auch produziert, jedoch in kleineren Mengen und dient der Regulierung der Darmflora.

Caprylsäure wurde über Jahre erforscht, mit dem Ergebnis, dass das Element gegen Viren, Bakterien und nicht zuletzt Pilzerkrankungen hilfreich sein kann. Wird das Öl der Kokosnuss zur Heilung im Körper verwendet, wird Caprylsäure ausgeschüttet und der übermäßige Pilz im Darm bekämpft.

Pilz im Darm – Rückfall vermeiden

Allerdings ist Kokosöl kein Zaubermittel, dass Sie einige Male einnehmen und nie wieder Pilzinfektionen bekommen. Für wiederkehrende Pilzerkrankungen sind bestimmte Auslöser bzw. Gewohnheiten verantwortlich, um die Sie sich kümmern und dauerhaft eliminieren sollten.

Denn auch nach einer erfolgreich abgeschlossenen Behandlung kann der Pilz im Darm immer wiederkehren, wenn Sie nicht die wahren Hintergründe und Ursachen dafür erkennen und entsprechend Ihre Lebensgewohnheiten oder die Bedingungen ändern, die zum Darmpilz geführt haben.

Zu den häufigsten Risiken für eine übermäßige Vermehrung der Pilze im Darm ist u.a. Zucker im Überschuss, Nikotin und Alkohol. Als Raucher sollten Sie in Erwägung ziehen, die Glimmstängel in der Packung zu lassen. Sie werden eine Besserung Ihres gesamten Gesundheitszustandes feststellen.

Auch Bewegungsmangel kann die übermäßige Ausbreitung von Darmpilz begünstigen. Falls möglich, fahren Sie mit dem Fahrrad oder laufen zu Fuß statt ausschließlich auf Pkw und öffentliche Verkehrsmittel zu setzen.

Ein weiterer Aspekt, der den Pilz im Darm zur Vermehrung anregt, ist Stress. Nehmen Sie sich bewusst Ruhezeiten, um Körper und Geist die nötige Ruhe, Entspannung und Erholung zu gönnen.

Denken Sie immer daran: Die Zeit, die Sie heute nicht in Ihre Gesundheit investieren, werden Sie künftig in Ihre Krankheit investieren müssen.

Ich persönlich finde die erste Alternative die eindeutig bessere – Sie nicht auch?

Nicht zuletzt kann die wiederholte Einnahme von Antibiotika und anderen speziellen Medikamenten das Gleichgewicht der Darmflora stören, wodurch sich der pathogene Candida-Pilz unkontrolliert ausbreiten können.

So erkennen Sie Darmpilz Symptome

Die Darmpilz Symptome können sehr unterschiedlich und auf vielfältige Weise auftreten, was das Erkennen so schwierig macht. Auch wenn Sie schon einmal von der Infektion betroffen waren, können die Anzeichen beim nächsten Mal durchaus andere sein.

Ein Blähbauch sowie Kurzatmigkeit können erste Anzeichen für einen großflächig vermehrten Darmpilz sein. Häufige Anzeichen für den Pilz im Darm ist auch ein anhaltender Juckreiz im Anal- und Vaginalbereich – nicht selten wird er nämlich auch von einem Vaginalpilz (Scheidenpilz) oder bei Männern eben vom Penispilz (bzw. Eichelpilz) begleitet.

Allergien und gesteigerter Harndrang, übermäßiges Verlangen nach Süßem, unerklärliche Müdigkeit und Konzentrationsprobleme uvm. könnten ebenfalls auf die Erkrankung hindeuten und versteckte Darmpilz Symptome sein.

Näheres dazu können Sie in diesem Artikel nachlesen: Darmpilz Symptome erkennen

Einen einfachen Candida-Selbsttest für eine erste Einschätzung finden Sie hier: Candida Selbsttest – Habe ich eine Pilzinfektion?

Haben Sie die Vermutung, dass es sich um eine Pilzinfektion handeln könnte, sollten Sie einen fachkundigen Arzt konsultieren, damit dieser eine sichere Diagnose stellen kann.

Kokosöl – Anwendung

Seit 1972 wird die Caprylsäure der Kokosnuss als naturbelassenes Mittel gegen den Hefepilz im Darm eingesetzt. Sie bekommen die Säure in zwei verschiedenen Darreichungsformen. Die eine ist eine Flüssigkeit – das Öl. Die zweite Möglichkeit, Caprylsäure im Körper aufzunehmen, sind Tabletten.

Nach der Auflösung im Magen wird die Säure über die Schleimhäute resorbiert und erreicht über die Blutbahn den gesamten Körper, so auch den Pilz im Darm. Im Handel sind die Mittel unter verschiedenen Namen erhältlich, zum Beispiel Capryl, Candida Control und Caprylax.

Die Therapie mit Caprylsäure

Die richtige Dosierung der Caprylsäure  sollten Sie mit einem pilzkunden Arzt oder Heilpraktiker absprechen.  In der Regel wird eine Woche lang jeden Tag eine Menge von 1.000 bis 2.000 Milligramm der Caprylsäure zugeführt. In dieser ersten Phase der Behandlung wird auf eine Abtötung der Pilze abgezielt. Die abgestorbenen Zellen werden beim Stuhlgang ausgeschieden.

Hinweis: Sie sollten Ihren Körper während der Therapie entgiften und die freigesetzten Schadstoffe ausleiten. Ein Darmpilz ist fähig, Gifte zu binden. Für ein Gleichgewicht der Darmflora sollten Sie probiotische Darmbakterienkulturen zuführen. Die Kulturen siedeln sich im Darm an, bleiben jedoch unschädlich. Sie verstärken die Wirkung der Caprylsäure, indem Sie den Stoff in Tablettenform zu sich nehmen. Die Verweildauer der Säure hält aufgrund der verzögerten Wirkstoff-Freisetzung länger.

Eine andere Möglichkeit ist die Zufuhr von Kokosnuss in Form von Kapseln. Es handelt sich dabei um Weichkapseln, die sich schnell im Magen lösen und die Caprylsäure freigeben.

Unterstützen können Sie die Wirkung von Capylsäure bzw. Kokosöl durch eine Kombination mit Oregano-Öl oder Grapefruitkernextrakt, die ebenfalls antimykotische Eigenschaften besitzen.

Ballaststoffreiche Ernährung ist wichtiger Begleitfaktor der Candida-Diät

Es kann gar nicht oft genug betont werden, dass eine Behandlung gegen Darmpilz nur eine Säule der Bekämpfung von pathogenen Hefepilzen sein kann. Genauso wichtig ist es für einen dauerhaften Erfolg, Ihre Ernährung für diese Zeit umzustellen und besser sogar dauerhaft die Auslöser zu meiden, soweit dies möglich ist.

Verzehren Sie viele Lebensmittel, die auch die Hefepilze lieben, z.B. Zucker, fühlen sich natürlich auch die Candida-Pilze wie im Schlaraffenland, was die Ausbreitung der Pilzinfektion begünstigt.

Deshalb ist auch eine Candida-Diät (auch Antipilz-Diät) ratsam, um Ihrem Körper die Möglichkeit zu geben, erfolgreich gegen den Pilz im Darm anzukämpfen. Diese sollte jedoch sanft eingeleitet werden und nicht den Pilzen abrupt jede Nahrung entziehen. Sehr wichtig ist auch, während der Candida-Diät darauf zu achten, dass Sie genügend Ballaststoffe zu sich nehmen, da diese die Darmschleimhaut reinigen und die Pilzzellen durch diesen Abrieb über den Stuhl aus dem Körper ausgeschieden werden.

Dies ist sehr wichtig, damit die Stoffwechselprodukte der durch die Therapie absterbenden Hefepilze so ausgeschieden werden und dadurch möglichst wenige negative Begleiterscheinungen auslösen.

Eine Darmsanierung ist ebenfalls empfehlenswert, damit die „guten“ Darmbakterien das Wachstum der pathogenen Hefepilze eindämmen können und so Rückfälle vermieden werden können.

Ein weiterer positiver Effekt einer ballaststoffreichen Ernährung ist, dass die Hefepilze durch die schnellere Ausscheidung nicht genügend Zeit haben, die Kohlenhydrate zu verstoffwechseln.

Unterstützen Sie eine gesunde Ernährung doch durch den Einsatz von Kokosnuss & Kokosprodukte. Kaltgepresstes hochwertiges Kokosöl enthält ebenfalls Caprylsäure, die für die Zeit der Infektion für Ihren Körper ein essenzielles Element darstellt.

Nicht nur als Hilfsmittel dient das Öl der Kokosnuss, sondern auch für den Genuss. Bereichern Sie Ihre Mahlzeiten damit, verwenden Sie es als Brotaufstrich, im Salat etc. Etwa 3 Esslöffel Kokosöl am Tag können Ihren Kampf gegen den pathogenen Hefepilz im Darm effektiv unterstützen.

Achtung: Verzichten Sie auf den Verzehr kokoshaltiger Süßigkeiten, da hier der Zuckergehalt überwiegt und Hefepilze sind bekanntermaßen Zucker-Junkies – dies wäre also absolut kontraproduktiv.

Wo können Sie Kokosöl kaufen?

Kokosöl bekommen Sie inzwischen in vielen Supermärkten, in Naturkost- und Asia-Läden. Achten Sie jedoch unbedingt beim Kauf darauf, dass es sich um ein hochwertiges kaltgepresstes Kokosöl handelt, es sollte nicht desoderiert sein, damit die wertvollen Inhaltsstoffe des Kokosöls darin enthalten sind.

Wenn Sie in Ihrer Umgebung keine passende Einkaufs-Möglichkeit haben, können Sie auch im Internet Kokosöl erwerben. Einige hochwertige kaltgepresste Öle finden Sie bspw. hier: nu3 Bio Kokosöl *

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