Warum eine Candida Infektion nicht von selbst heilt

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Candida InfektionWer jemals eine Candida Infektion oder eine Pilzerkrankung generell hatte, der weiß, welche unangenehmen Auswirkungen die kleinen Mikroorganismen auf die Gesundheit und das gesamte Wohlbefinden haben können.

Vorwürfe darf man ihnen deswegen freilich nicht machen, im Gegenteil, ohne die mikroskopisch kleinen Pilze gäbe es kein Leben auf dieser Erde: Sie recyceln beispielsweise abgestorbene organische Substanzen in Flora und Fauna, helfen Wiederkäuern bei der Verdauung und gehen mit manchen Organismen Symbiosen ein, ohne die ein Überleben nicht möglich wäre.

Daher, Pilze sind ein natürlicher Bestandteil der Natur, der wichtig ist und für den man dankbar sein darf – es sei denn, sie werden pathogen und machen sich über den eigenen Organismus her, dann wiederum sollte man sich tunlichst darum bemühen, ihnen den Garaus zu machen.

Sollten Sie von einem Pilzbefall betroffen sein, trösten Sie sich, denn auch wenn es den meisten Menschen unangenehm und peinlich sein mag, so ziemlich jeder von uns ist mehrere Male in seinem Leben das Opfer der sonst eher harmlosen und durchaus nützlichen Keime.

Sie sind ihnen allerdings nicht hilflos ausgeliefert, sondern können aktiv dagegen vorgehen und jede Art von Pilzinfektion dauerhaft loswerden.

Was ist eine Candida Infektion?

Beim Candida albicans, der abgekürzt auch einfach als Candida bezeichnet wird, handelt es sich um einen Pilz, der in die Gruppe der Hefepilze einzuordnen ist.

Er kann den menschlichen Organismus sowohl oberflächlich angreifen, beispielsweise bei einem Befall der Haut, der Nägel oder der Schleimhäute, oder er befällt die inneren Organe, was leider meist nicht so eindeutig und klar erkennbar ist und im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen kann.

Dies soll Sie jedoch jetzt nicht ängstigen, denn in der Regel befinden sich immer eine gewisse Anzahl an Pilzsporen auf der Körperoberfläche und im Inneren des Körpers, die der Organismus aber dank eines gut gewappneten Immunsystems mühelos in Schach halten kann – und ob Sie es glauben oder nicht, man darf dem Körper ruhig auch etwas Arbeit lassen, denn wenn er nichts zu tun hat, kann es passieren, dass das Immunsystem beginnt, sich gegen harmlose Alltagsstoffe zu wehren, was zu unnötigen Allergie führt.

Daher, eine saubere Umgebung, die regelmäßig ordentlich gereinigt wird, ist etwas Gutes für die Gesundheit, eine sterile Umgebung hingegen, die permanent mit aggressiven Substanzen keimfrei gehalten wird, führt Ihnen mehr Schaden zu als Nutzen.

Manchmal jedoch, wenn unglückliche Umstände vorliegen oder das Immunsystem beispielsweise aufgrund von Überarbeitung und Stress, bestimmte Medikamente (z.B. Antibiotika), extreme Diäten etc. geschwächt ist, kann es passieren, dass die Mikroorganismen Überhand nehmen und sich so stark vermehren, dass der Körper sie nicht mehr von alleine bändigen kann.

Es breitet sich eine Pilzinfektion aus, die sich häufig sehr gut getarnt in Form von unterschiedlichsten Beschwerden sehr gut ausbreiten kann und sich zu einem äußerst unangenehmen Übel entwickelt.

Besonders pathogene Hefepilze richtet oft als versteckte Candida Pilzinfektion ziemlichen Schaden bei bestimmten Organen, etwa dem Darm an, da die Symptome nicht immer auf einen Hefepilz hindeuten und Betroffene oft erst nach einer Odyssee von Arzt zu Arzt das eigentliche Problem erkennen.

Symptome einer Candida Infektion

Hefepilze befallen gerne Hautstellen, die feucht und warm sind, weswegen der Candida-Pilz gerne Hautfalten, Achselhöhlen oder den Analbereich nutzt, um sich unkontrolliert auszubreiten. Betroffene Regionen weisen Rötungen auf, schwellen an, jucken übermäßig stark und schmerzen unter Umständen bei Berührung.

Auch Nägel können von einer Candida Infektion betroffen sein, was zu Verfärbungen und Schmerzen führt.

Sind die Geschlechtsteile vom Candida albicans befallen, können beim Penispilz der männlichen Patienten in der Regel Bläschen und Pusteln beobachtet werden, die einhergehen mit einem Jucken und Brennen.

Beim Scheidenpilz der Frauen schwillt üblicherweise die vaginale Schleimhaut an und ist mit einem weißlichen Belag überzogen. Auch ein weißlicher, quarkartig bröckeliger Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr gehört zu den typischen Vaginalpilz Symptomen. Auch hierfür ist üblicherweise der Hefepilz Candida albicans verantwortlich.

Befindet sich der Candida-Pilz im Inneren des Körpers, sind die Symptome vielfältig und abhängig davon, welches Organ betroffen ist.

Ein Befall der Herzens führt beispielsweise zu Herz-Rhythmus-Störungen, einer Leistungsminderung, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit, während ein Befall der Lunge zu Atemnot, Erstickungsanfällen und Müdigkeit führen kann.

Ist ein Organ befallen, muss unverzüglich gehandelt werden, da ansonsten das Risiko droht, dass sich der Candida-Pilz im Blutkreislauf ausbreitet und weitere Organe angreift.

Auch der Befall des Blutplasmas ist möglich, was zu einer Blutvergiftung führt, die tödlich enden kann, wenn Betroffene aufgrund einer anderweitigen Erkrankung ohnehin ein stark geschwächtes Immunsystem haben.

Eine besondere Rolle spielt bei der Candida Infektion der Magen-Darm-Trakt. Wenn Sie beispielsweise unter Pilzbefall im Mund (Mundpilz) leiden, gelangen die Hefepilze auch in den Darm. Die Pilze im Darm gelangen dann in den Genitalbereich, wodurch es bspw. zu einem wiederkehrenden Genitalpilz kommen kann.

Deshalb sollte sowohl bei Mundpilz als auch beim Genitalpilz der Darmpilz vorsorglich mitbehandelt und die Darmflora saniert werden.

Candida Infektion – Die Behandlung

Bei Verdacht auf eine Candida Infektion sollten Sie unverzüglich einen pilzkundigen Arzt aufsuchen und eine zuverlässige Diagnose stellen lassen. Zwar können Sie einen Candida Test auch selbst machen, allerdings sollten Sie die endgültige Diagnose Ihrem Arzt überlassen.

Wird der Verdacht zur Gewissheit, wird Ihnen der Arzt antimykotische Mittel gegen die Candida Infektion verschreiben, die tatsächlich ziemlich schnell und wirkungsvoll helfen.

Einem Hautpilz dagegen durch eine gründliche Reinigung mit Wasser, Seife und Desinfektionsmitteln zu Leibe rücken zu wollen, ist hingegen komplett unwirksam, da der Pilz nicht nur äußerst anpassungsfähig und resistent ist, sondern es sich für gewöhnlich auch bereits äußerst gemütlich gemacht hat in den tieferen Schichten der Haut, bevor er erste Beschwerden hervorruft.

Auch sollten Sie sich im Falle einer Candida Infektion nicht auf die Selbstheilungskräfte des Körpers verlassen, da der Candida-Pilz, sobald er pathogen geworden ist, mit einer Gewalt gegen den Körper vorgeht, die das Immunsystem schlicht überfordert.

Bezüglich des Candida albicans, aber auch jeder anderen Pilzinfektion, sollten Sie sich folgende Tatsache immer bewusst machen: Der Pilz ist nicht der Auslöser, sondern eine Folge einer geschwächten Immunabwehr.

Bei einem oberflächlichen Pilzbefall, wie beispielsweise dem Pilz unter der Brust oder dem Pilz unter den Achseln, helfen antimykotische Salben oder Cremes, die auf die Haut aufgetragen werden, während bei einem Befall der inneren Organe in der Regel ein Antimykotika in Tablettenform Anwendung finden.

So vermeiden Sie wiederkehrende Pilzinfektionen

Auch wenn die Antimykotika hervorragend dafür geeignet sind, die Symptome und Beschwerden der Candida Infektion zu lindern und zu bekämpfen, sollten Sie jedoch auch dafür sorgen, dass die Voraussetzungen beseitigt werden, die dem Candida-Pilz diese unkontrollierte Ausbreitung erst ermöglicht haben.

Tun Sie dies nicht, wird es höchstwahrscheinlich bei nächster Gelegenheit zu einer erneuten Candida Infektion kommen. Zahllose Betroffene von wiederkehrenden Pilzinfektionen können ein trauriges Lied darüber singen.

Überprüfen Sie Ihren Lebensstil und die Hintergründe, die Ihr Immunsystem geschwächt und damit die Pilzinfektion erst ermöglicht haben.

Neben äußeren Faktoren, wie Umwelteinflüsse, Dauerstress oder psychische Probleme, ist häufig auch eine falsche Ernährung mitverantwortlich für die Pilzinfektion. In solchen Fällen ist eine Candida-Diät extrem hilfreich gegen eine wiederholte Ausbreitung der krankmachenden Hefepilze.

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