Pilz auf der Kopfhaut (Kopfpilz)

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KopfpilzBeim Kopfpilz (med. Tinea capitis) handelt es sich um eine meist auf der behaarten Kopfhaut durch einen Hautpilz hervorgerufene Pilzinfektion.

So genannte Dermatophyten (Fadenpilze) sind häufig die Auslöser vom Pilz auf der Kopfhaut, von dem auch eine gewisse Ansteckungsgefahr ausgeht.

Besonders Kinder sind vom Kopfpilz (Tinea capitis) betroffen

Wer häufig mit Tieren in Kontakt ist, trägt ein größeres Risiko, an einem Pilz auf der Kopfhaut zu erkranken. So kann zum Beispiel das geliebte Haustier z.B. der Hund, die Katze, das Meerschweinchen oder das Kaninchen Überträger des leidigen Übels sein, auch wenn die Tiere selbst keine Symptome haben.

Erfahrungsgemäß sind es  eher die „kleinen“ Patienten, die vom Kopfpilz betroffen sind. Aber auch all jene, die beruflich in engem Kontakt zu Tieren stehen, zum Beispiel Mitarbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben, Metzgereien oder auch im Zoofachhandel etc.

Bei männlichen Erwachsenen kann der Kopfpilz durchaus auch im Bartbereich beobachtet werden.

Interessant ist, dass der Pilz auf der Kopfhaut selbst durch Kopfstützenpolster im Auto, in Bussen oder Straßenbahnen oder Kuscheltiere übertragen werden kann, sofern diese Areale mit dem besagten Erreger besetzt sind.

Pilz auf der Kopfhaut – Die Symptome

Ein Blick auf die Kopfhaut bzw. die Oberfläche des Kopfes sagt oft mehr, als 1.000 Worte. So mutet der von Kopfpilz (Tinea capitis) betroffene Bereich nämlich an, als sei die Fläche „unsachgemäß“ geschoren bzw. gar „abgemäht“.

Die darunter liegende Kopfhaut zeichnet sich durch eine leicht schuppige Beschaffenheit aus. Oftmals jedoch sind so gut wie keine Veränderungen zu erkennen.

Häufiger zu beobachten sind allerdings die so genannten Ringelflechten. Diese machen sich sowohl auf der Kopfhaut, als auch im oberen Bereich des Körpers bemerkbar. Die im Durchmesser etwa sechs bis neun Zentimeter großen Kreise, sind – je nach Ausmaß – entweder trocken oder mit massiven Entzündungsmerkmalen versehen. In dem Fall kann ein zusätzlicher Bakterienbefall die Ursache für nässende oder eitrige Haut sein, was zusätzlich behandelt werden muss.

Je nach Ausmaß und Stärke des Befalls mit Kopfpilz (Tinea capitis) kann man starke Schuppenbildung und abgebrochene Haare feststellen, während es in der ausgeprägten Form auch zu schmerzhaften Abszessen und Anschwellung der Lymphknoten kommen kann.

Pilz auf der Kopfhaut diagnostizieren und effizient behandeln

Die Diagnose des Kopfpilzes kann durchaus einigen Aufwand erfordern, da es einige Erkrankungen der Kopfhaut gibt, die ähnliche Symptome hervorrufen können.

Durch die Entnahme einer Probe und eine mikroskopische Untersuchung, kann der pilzkundige Arzt feststellen, ob es sich um einen Pilz auf der Kopfhaut handelt. Eine sichere Diagnose des Erregers  jedoch, gibt es erst durch das Anlegen einer Pilzkultur.

Um die Behandlung von Pilz auf der Kopfhaut möglichst effizient und nachhaltig erfolgreich zu gestalten, ist es erforderlich, im Rahmen der Therapierung zwischen Kindern und Erwachsenen zu unterscheiden.

Während nämlich bei Erwachsenen, die am Pilz auf der Kopfhaut leiden, das Einnehmen pilztötender Medikamente sinnvoll ist, ist dies bei Kindern nicht möglich.

Wirkstoffe wie Griseofulvin, Terbinafin, Itraconazol und Fluconazol sind für die Kopfpilz-Behandlung Erwachsener zugelassen, während diese – abgesehen von Griseofulvin – von den kleinen Patienten schlecht vertragen werden, sodass bei einer gezielten Therapierung auf diese Inhaltsstoffe verzichtet werden muss. Vielmehr kommt bei Kindern eine lokale Behandlung der vom Kopfpilz befallenen Stellen in Betracht.

Häufig reichen auch antimykotische Salben und Shampoos aus, um dem Kopfpilz erfolgreich den Kampf anzusagen.

Insgesamt dauert die Therapierung zwischen drei und acht Wochen, wobei es in Einzelfällen durchaus sein kann, dass die Behandlung auch über diesen Zeitraum hinaus fortgesetzt werden muss. Selbst wenn sich während der Behandlung vom Pilz auf der Kopfhaut deutliche Verbesserungen der Symptome zeigen, ist es unbedingt ratsam, die Einnahme bzw. die äußere Anwendung der Antipilz-Medikation nicht abzubrechen.

Denn nach wie vor muss damit gerechnet werden, dass noch unsichtbare Rückstände bzw. Geflechte auf den entsprechenden Stellen vorhanden sind. Ein zu frühzeitiges Absetzen der Behandlung könnte ein erneutes Ausbrechen vom Pilz auf der Kopfhaut zur Folge haben.

Idealerweise erfolgt die Behandlung vom Pilz auf der Kopfhaut, nachdem die Haare abgeschnitten wurden. Wie die Erfahrung nämlich gezeigt hat, kann die Behandlungszeit in dem Fall deutlich verkürzt werden.

So wird empfohlen, direkt zu Beginn der Kopfpilz Therapierung einen Friseurbesuch einzuplanen, sowie unmittelbar danach und natürlich sollten Sie den Friseur auf Ihr Problem hinweisen, da der Pilz auf der Kopfhaut ja bekanntlich ansteckend ist.

Im Allgemeinen zeigen sich bei Erwachsenen im Zuge einer Behandlung erheblich früher erste Therapie-Erfolge als bei Kindern. Grundsätzlich ist es – wie bereits erwähnt – unerlässlich, die Behandlung vom Kopfpilz konsequent durchzuführen, um dauerhafte Erfolge zu generieren.

Dass bei einer lokalen Behandlung nicht nur die vom Kopfpilz betroffenen Stellen selbst versorgt werden sollen, sondern die gesamte Kopfhaut, versteht sich in diesem Zusammenhang sicherlich von selbst.

Denn die Pilzgeflechte sind nur sehr schwer erkennbar, sodass bereits Areale betroffen sein können, die zuvor noch nicht entsprechend diagnostiziert wurden. Gründlichkeit und Sorgfalt spielen demgemäß bei der Behandlung vom Pilz auf der Kopfhaut eine sehr wesentliche Rolle.

Zusätzlich sollte auch das Immunsystem gestärkt werden, denn wie bei jeder Pilzinfektion ist auch hier davon auszugehen, dass ein starkes Immunsystem die pathogenen Pilze recht gut im Griff hat, wohingegen eine geschwächte Abwehr wenig entgegenzusetzen hat.

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