Fußpilz – nicht nur im Sommer lästig

Teilen Sie diesen Beitrag bei

Fußpilz„Zeigt her eure Füße…“ Wer unter Fußpilz leidet, fühlt sich gerade im Sommer musternden Blicken ausgesetzt. Sei es im Schwimmbad, am See oder einfach nur beim Tragen von offenen Schuhen.

Möchte man die Füße nämlich in schicken Sandalen oder Flip Flops präsentieren, ist ein ganz und gar nicht edler Fußpilz mehr als nur ärgerlich.

Gerade in südlichen Gefilden, bei feucht-warmem Klima kann es sehr leicht zu einer Fußpilz-Infektion bzw. einer Übertragung von Fußpilz kommen.

Allerdings gibt es einige wirksame Möglichkeiten, einen Fußpilz zu vermeiden bzw. das Risiko einzudämmen, denn Vorkommen und Übertragungswege von Fußpilz sind nahezu identisch.

Was ist ein Fußpilz?

Bei einem Fußpilz handelt es sich um einen „klassischen“ Hautpilz. Es gibt nämlich keinen speziellen Fußpilz, so ziemlich jede Hautpilz-Sorte kann den Fuß befallen und sich dort einnisten: am häufigsten sind es die Dermatophyten und Hefepilze, nur sehr selten Schimmelpilze.

Wie alle Pilze kommt auch der Fußpilz vor allem dort vor, wo es feucht und warm ist. Entsprechend bieten sich die Zwischenräume der Zehen, die häufig feucht und schlecht durchlüftet sind, natürlich besonders für die Besiedelung vom Fußpilz an.

Diese warme Feuchtigkeit erleichtert es dem Hautpilz, anzudocken, anzuwachsen und sich auszubreiten. Manche Menschen haben ein ähnliches Problem mit den Fingerzwischenräumen. Auch hier kann sich der Hautpilz festsetzen und zu ähnlichen Symptomen wie beim Fußpilz führen.

Fußpilz – Symptome

Eine Fußpilz-Infektion wird teilweise nur schwer bzw. spät erkannt, da in der Regel nur geringe oder gar keine Beschwerden vorliegen. Damit sich der Fußpilz ausbreiten kann, benötigt er Zeit.

Als erste Symptome können kleine Schuppen- und Blasenbildungen zwischen den Zehen festgestellt werden. Der rötliche, juckende Hautausschlag zwischen den Zehen und an den Fußsohlen kann gelegentlich nässen oder leichte Schmerzgefühle hervorrufen.

Der Hautpilz kann auch auf den Nagel übergreifen. Der Nagel wird dann dick und bröckelig.

Bei manchen Betroffenen verursacht der Fußpilz jedoch tiefe, juckende und schmerzhafte Hautrisse. In extremen Fällen kommt es bei solch einem schweren Hautpilz-Befall sogar zur Zerstörung der oberen Hautschicht.

Fußpilz – Ansteckungswege

Einen idealen Nährboden findet der Fußpilz überall dort vor, wo viel barfuß gelaufen wird und man mit pilzinfizierten Schuppen direkt in Kontakt kommt.

Hierzu zählen beispielsweise öffentliche Schwimmbäder, Sauna oder öffentliche Duschen. Auch in Hotels können in den Teppichen Pilze als Souvenir vom Vorgänger zurückgelassen worden sein, die beim Barfußlaufen einen neuen, ahnungslosen Wirt finden.

Die ansteckende Wirkung der Fußpilz-Infektion kann vor allem auf die Sporen zurückgeführt werden. Die Dermatophyten sitzen direkt auf den Hautschüppchen und können aus diesem Grund auf allen Böden wiedergefunden werden.

Deshalb ist auch zu Hause eine Ansteckungsgefahr nicht ausgeschlossen. Besonders hoch ist die Fußpilz-Gefahr auf Teppichböden, aber auch in Strümpfen oder Schuhen können die Sporen über einen längeren Zeitraum überleben.

Allerdings können die Ursachen für einen Fußpilz auch bereits vorliegende Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, sein. Pilze können sich generell dort am besten ausbreiten, wo das Immunsystem geschwächt ist und den Pilzen wenig entgegenzusetzen hat.

Die Ansteckungsgefahr mit Fußpilz ist deshalb von Person zu Person unterschiedlich hoch, nicht jeder ist gleichermaßen stark vom Hautpilz gefährdet bzw. davon betroffen.

Grund hierfür ist der natürliche Säureschutzmantel der Haut, welcher einen hervorragenden Schutz gegen den Fußpilz bietet. Jedoch ist der natürliche Abwehrmantel nicht bei allen Menschen gleichmäßig stark ausgeprägt.

Ist der Säureschutzmantel nicht intakt oder die Haut vorgeschädigt, können auch kleinste Risse in der Haut dafür verantwortlich sein, dass sich der Hautpilz „einnisten kann“.

Dem Fußpilz vorbeugen ist besser als nachsorgen

Sie sind Fußpilz nicht hoffnungslos ausgeliefert, es gibt vielmehr einiges, was Sie tun können, um dem Fußpilz bzw. dem Hautpilz generell vorzubeugen.

Zunächst einmal sollten Sie im Sinne Ihrer gesamten Gesundheit immer für ein starkes Immunsystem sorgen und alles vermeiden, was die eigene Abwehr schwächt.

Sind doch mal Antibiotika oder andere Medikamente unerlässlich, die das Immunsystem schwächen, sollten Sie gleichzeitig oder unmittelbar danach, die Darmflora wieder aufbauen, damit das körpereigene Abwehrsystem wieder seine Aufgaben erfüllen und Krankheitserreger abwehren kann.

Auch der Hautpilz, und damit der Fußpilz oder Nagelpilz, haben genau wie andere Pilzerkrankungen, etwa Darmpilz oder Genitalpilz, nur dann eine Chance, pathogen zu werden und sich auszubreiten, wenn das Immunsystem geschwächt ist bzw. eine andere Schädigung bereits vorliegt.

Weiterhin sollten Sie nach dem Duschen oder Baden immer die Zwischenräume der Zehen gründlich abtrocknen, Socken sollten atmungsaktiv sein und täglich gewechselt werden.

Auch das Schuhwerk sollte atmungsaktiv sein, vermeiden Sie es, den ganzen Tag in Turnschuhen, Tretern, Gummi- oder Lederstiefeln rumzulaufen. Bevorzugen Sie, wann immer es geht, offene Schuhe, damit die Füße gut durchlüftet werden.

Wer sich vor dem ungeliebten Fußpilz schützen will, sollte gerade in öffentlichen Bädern & Duschen, Hotelzimmern etc. immer Badeschlappen tragen.

Die Füße sollten, gerade nach dem Sport, immer trocken gehalten werden. Schuhe & Stiefel sollten in regelmäßigen Abständen mit einem Spray desinfiziert werden.

Haben Sie doch mal einen Fußpilz erwischt, sollten Sie auch in der heimischen Umgebung nie barfuß laufen, um eine Ansteckung der anderen Familienmitglieder zu vermeiden.

Auch sollten Sie nicht mit anderen Familienmitgliedern gemeinsam Handtücher, Socken oder Hausschuhe nutzen, da auch diese ein Fußpilz-Infektionsrisiko bergen.

Tags: ,