Scheideninfektion – Scheidenpilz oder bakterielle Vaginose

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Scheideninfektion

Scheideninfektion – Scheidenpilz oder bakterielle Vaginose?

Scheidenpilz oder bakterielle Vaginose? Diese Frage stellt sich vielen Frauen, sobald sie unter einer Scheideninfektion leiden. Da die Behandlung vom Scheidenpilz quasi komplett gegensätzlich zu der einer bakteriellen Vaginose ist, hat die richtige Diagnose eine entscheidende Bedeutung.

Eine Scheideninfektion ist etwas ganz alltägliches und nichts wofür Sie sich schämen müssen. Schätzungen zufolge hat jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben eine Scheideninfektion, manche sogar mehrmals im Jahr.

Auch wenn die Symptome ähnlich sind, wird dennoch zwischen verschiedenen Arten unterschieden. Besonders häufig sind der Scheidenpilz und die bakterielle Vaginose. Die Ursachen dafür sind vielfältig, dank moderner Behandlungsmöglichkeiten können die Infektionen jedoch schnell behoben werden. Empfehlenswert ist es jedoch, dass Sie sich schon bei den ersten Anzeichen an einen Arzt Ihres Vertrauens wenden.

Scheideninfektion

Eine Scheideninfektion kommt immer ganz unerwartet und natürlich generell zum unpassendsten Zeitpunkt, beispielsweise dann, wenn man in den Urlaub möchte.

Das hat wohl damit zu tun, dass Scheidenpilz und bakterielle Vaginose unter anderem durch Stress hervorgerufen werden können. Stress bedeutet nämlich immer Änderungen im Hormonhaushalt, das wiederum kann zu einer Scheideninfektion führen.

Glücklicherweise leben wir in einem Zeitalter, in dem sich moderne Frauen nicht mehr davor scheuen, einen Frauenarzt aufzusuchen und über intime Probleme zu reden. Es gibt wirksame Medikamente, mit denen sowohl der Scheidenpilz als auch die bakterielle Vaginose innerhalb kurzer Zeit wirksam bekämpft werden können.

Medikamente gegen Scheidenpilz können Sie sogar rezeptfrei in der Apotheke bekommen. Wenn Sie sicher sind, die Symptome richtig zu deuten, müssen Sie nicht einmal unbedingt zum Gynäkologen.

Ein Scheidenpilz oder eine bakterielle Vaginose ist also kein Beinbruch, Sie müssen sich nur dem Problem stellen und es nicht verdrängen. Denn wenn nichts dagegen getan wird, kann dies sehr unangenehme Auswirkungen haben und im schlimmsten Fall bei der bakteriellen Vaginose sogar zu Unfruchtbarkeit führen.

Unterschiede zwischen Scheidenpilz und bakterielle Vaginose

Eine Scheideninfektion ist immer unangenehm, ob es sich nun um einen Scheidenpilz oder eine bakterielle Vaginose handelt.

Zu den besonders störenden Symptomen beim Scheidenpilz zählt der starke Juckreiz und das Brennen, der Toilettengang und häufig auch mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verbunden. Auch Rötungen und Schwellungen können entstehen. Typisch ist zudem der bröckelnde, weiße und weitgehend geruchlose Ausfluss.

Die bakterielle Vaginose dagegen kündigt sich mit einem dünnflüssigen, gräulich bis gelblichen Ausfluss an, der unangenehm fischig riecht. Auch hier können gelegentlich leichte Schmerzen, vor allem beim Geschlechtsverkehr auftreten. Der PH-Wert der Scheide liegt dann bei 4,5.

Die Ursachen für die Scheideninfektion können sehr vielfältig sein. Manchmal ist ganz einfach eine Veränderung des Hormonhaushaltes die Ursache, wie Stress, Pubertät, das Einsetzen der Periode, Schwangerschaft oder Menopause etc.

Auch im Whirlpool oder beim Geschlechtsverkehr kann eine Übertragung stattfinden. Eine falsche Toilettenhygiene sowie eine übertriebene Intimhygiene ist ebenfalls oft der Auslöser. Die bakterielle Vaginose wird meist durch Darmbakterien hervorgerufen, während für den Scheidenpilz der Hefepilz Candida albicans verantwortlich ist.

Behandlung vom Scheidenpilz und bakterielle Vaginose

Die bakterielle Vaginose wird in der Regel mit Antibiotika bekämpft. Das muss etwa eine Woche eingenommen oder lokal angewendet werden. Da Antibiotika aber das empfindliche Scheidenmilieu stört, ist eine gleichzeitige Behandlung mit Milchsäurebakterien empfehlenswert.

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Beim Scheidenpilz müssen die üblichen Antipilzmittel eingenommen oder als Zäpfchen und Creme örtlich angewendet werden. Oft werden Kombipackungen verschrieben. Auch Scheidenpilz Hausmittel können unterstützend eingesetzt werden.

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Bei Scheidenpilz einen möglichen Darmpilz mitbehandeln

Empfehlenswert bei der Scheidenpilz Behandlung ist es, zusätzlich auch den Darm gleich mit zu behandeln, da Darmpilz und Scheidenpilz häufig gleichzeitig auftreten. Allerdings im Gegensatz zu den äußerlich sichtbaren Symptomen beim Genitalpilz, weisen die Pilze im Darm häufig keine sichtbaren Symptome auf.

Allerdings kann ein unbehandelter Darmpilz immer wieder die Scheide infizieren, wodurch es zu wiederholtem Auftreten vom Scheidenpilz kommt, was sich die Betroffenen dann nicht erklären können.

Scheideninfektion in der Schwangerschaft

Tritt eine Scheideninfektion während der Schwangerschaft auf, sollte diese schnellstmöglich behandelt werden, da sich die Scheideninfektion bei der Geburt auf das Kind übertragen kann. Zudem erhöht die bakterielle Vaginose das Risiko einer Frühgeburt.

Um künftig generell nicht mehr so anfällig für eine Scheideninfektion – jedweder Art – zu sein, sollten Sie zudem Ihr Immunsystem stabilisieren, denn ein geschwächtes Immunsystem ist für jeden Erreger leichte Beute.

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